Android und Galaxy S2: Ein kongeniales UI-Paar
13.09.2011 um 10:28 Tags: Android Galaxy User Interface Views: 548
Das Betriebssytem Android und das Smartphone Galaxy S 2 sind ein kongeniales Paar, vereint in drei Hardware- und zwei Sensortasten. Fünf Tasten an einem modernen Smartphone scheinen zuviel zu sein, aber in der Praxis zeigt sich, dass das dem Benutzer zugute kommt.

Hinter den Hardware-Tasten verbergen sich Kontextmenüs. Die erscheinen, wenn die Tasten um die zwei Sekunden gedrückt werden. Die Home-Taste offenbart dann ein Menü, das einen direkten Zugriff auf die Anwendungen erlaubt, die zuletzt geöffnet waren oder noch aktiv sind. So wird ein schnelles App-Springen möglich.
Klugerweise wurde in das Dialogfeld der Button Task-Manager eingebunden. Der ermöglicht einen Zugriff auf die Anwendungen, die gerade aktiv sind. So behalte ich den Überblick über laufende Apps und kann diese einzeln oder allesamt beenden.

Der Task Manager kann noch mehr. Er listet die vom Benutzer installierten Apps. Neben diesen Apps ist userfreundlich ein Button platziert, auf dem Deinstallieren steht. Eine neu installierte App kann also schneller de- als installiert werden, denn oft genug enttäuschen kostenlose Apps. Nicht umsonst gibt es sie wie Sand am Meer. Die Entwickler haben vorausgedacht und der schnellen Entsorgung keine Steine in den Weg gelegt.
Ein weiteres Kontextmenü verbirgt sich hinter der Ein- und Ausschalttaste. Hier stelle ich das Gerät auf Stumm und unterbinde dauerhaft die Verbindung ins Internet, ich deaktiviere den Datennetzmodus. Ich kann das Gerät auch in den Offline-Modus schalten oder gleich das Betriebssytem herunterfahren.

Ein Geniestreich ist die Info- und Statuszeile am oberen Rand des Touch-Screens. Dort lese ich die Uhrzeit und den Akkustand, die Qualität der Netzverbindung und die eingeschalteten Netzwerk- und Funkverbindungen ab. Soweit ist das nichts besonderes. Erscheint dort aber die erste Kurzmeldung, ahnt der Benutzer Gutes. Denn die kleine Zeile läßt sich mit einer Fingerbewegung herunterziehen, um WLAN, Bluetooth, GPS, den Ton und die automatische Ausrichtung zu (de-)aktivieren.
Das faulste Tier ist der User und das kleinste Hindernis macht ihn unwillig. Aber mit diesem pfiffigen Pulldownmenü wird er stets daran erinnert, den Akku zu schonen und die Dauerstrahlung zu verringern. Er muss dazu nicht mehr in lästigen Untermenüs suchen oder das Smartphone ausschalten.
Damit ist der Nutzen der Infozeile noch nicht erschöpft. In gebotener Kürze informiert sie mich über die letzten Aktivitäten des Geräts, welche Apps neu installiert oder aktualisiert wurden und wer wann angerufen hat. Zudem legen Apps von Drittanbietern Meldungen ab, die der Bedienung nützlich sind. Oder auch nicht.

Es hat Vorteile, die verschiedenen Funkdienste zu kontrollieren. Ich kann WLAN nutzen, ohne das Telefon auf Bereitschaft zu haben. Vieles geht auch ganz ohne Strahlung, wie schreiben, Musik hören und in der Galerie stöbern. So arbeite ich mit weniger Elektrosmog und schone den Akku.
Schnell sind die beiden Sensortasten links und rechts neben der Home-Taste entdeckt. Samsung nennt sie Touch-Keys. Der linke Key führt zu einem Hauptmenü. Das ist abhängig davon, welche App aktiv auf dem Display ist. Für den Anwender ist das praktisch. Er weiss immer, wo das Hauptmenü ist. Das zeigt, dass Einfach neben schön auch nützlich ist.
Die verborgenen Menüs übrigens, die sind in nahezu jeder App zu erreichen. So zeigt die Liste der Kontakte einen Platzhalter für ein Bild und daneben den Namen des Kontakts. Drücke ich in mit dem Finger etwas länger auf das Bild, erscheint eine Leiste mit Icons. Die ermöglicht eine schnelle Wahl der Kontaktaufnahme zwischen Anruf und SMS. Drücke ich länger auf den Namen, erscheint eine Reihe von Befehlen, die eine Bearbeitung des Kontakts ermöglichen.
Es gibt kein Suchen mehr in Menüs und stilsichere Icons helfen bei der Orientierung. Die gute Lesbarkeit der Schrift und übersichtliche Layouts tun das ihre dazu bei, dass Usability und Gestaltung ein schönes Paar sind.
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Sicherheit für Kunden: Leitfaden für WordPress
13.09.2011 um 10:08 Tags: WordPress CMS Content Management System Sicherheit Views: 566
Für Einsteiger in ein Content Management System (CMS) und ambitionierte Website-Betreiber hat WordPress einige Vorteile: Neben der geringen Lernkurve sind es die zahlreichen Plugins, die diese Weblog-Software so verlockend machen. Leider ergeben sich daraus auch Nachteile, die manchem Wordpress-Nutzer erst dann bewusst werden, wenn es zu spät ist.
Deshalb gebe ich meinen Kunden, die WordPress einsetzen wollen, einen Leitfaden mit. Der zeigt ihnen, auf was sie bei WordPress achten sollten und was für Aufgaben auf sie zukommen, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt (weiterführende Links am Ende des Artikels).
Ich unterscheide zwei Gruppen von WordPress-Nutzern. Die erste benutzt zum ersten Mal ein Content Manegement System und möchte lediglich in unregelmäßigen Abständen neue Inhalte einbinden. Die zweite Gruppe gehört den experimentierfreudigen, ambitionierten Nutzern an, die mit ihren Weblogs und Projekten intensiv Kontakte, Kunden und Austausch suchen, aber die Templates nicht selbst erstellt haben.
Der Gelegenheitsnutzer
Die Gruppe der gelegentlichen Nutzer macht sich in der Regel keine Gedanken über Updates der Weblog-Software. Entsprechend kommt es vor, dass eine WordPress-Installation über Monate ja Jahre nicht aktualisiert wurde. Im schlechtesten Fall wird dieses alte WordPress ein Opfer von Kriminellen und der Schreck ist groß, wenn Google vor dieser Site warnt und die Inhalte aus dem Index verschwinden läßt. In diesem Zusammenhang gebe ich dem Kunden folgende Hinweise:
- Prüfen Sie regelmäßig im Administrationsbereich (Backend) von WordPress, ob es Aktualisierungen gibt.
- Da es sich nicht selten um Sicherheits-Updates handelt, sollten diese Aktualisierungen zeitnah mit der Automatik-Funktion von WordPress installiert werden. Dazu ist ein FTP-Login mit einem Benutzernamen und Passwort erforderlich.
- Das FTP-Login sollte ein Passwort mit mindestens 12 Zeichen haben.
- Bevor ein automatisches Update gemacht wird, sollten in jedem Fall vorher folgende Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden: - Die Datenbank sichern - Alle Plugins deaktivieren
- Nach der erfolgreichen Aktualisierung: Jedes Plugin einzeln aktivieren, um zu prüfen, ob es noch funktioniert. Wenn es Probleme gibt, auch die murrenden Plugins aktualisieren.
- Vor allem aus Punkt 4 darf geschlossen werden, daß Folgekosten auf den Betreiber zukommen, wenn er mit diesen Maßnahmen überfordert ist. In diesem Fall sollte ein externer Dienstleister die Aufgabe übernehmen. Der zeitliche und damit finanzielle Aufwand hält sich Grenzen, da ein automatisches Update in einigen Minuten realisiert ist, selbst wenn nach dem Update einige Plugins aktualisiert werden müssten.
- Es ist ratsam, nur notwendige Plugins zu installieren. Eine einfache Website kommt je nach Ansprüchen mit fünf bis zehn Plugins aus.
- Bei größeren Versionsprüngen wäre zu prüfen, ob sich die Serveranforderungen von WordPress geändert haben. Ist eine höhere PHP oder MySQL-Version nötig und bietet diese mein Server? Zudem schadet es nicht, einige Tage zu warten, bis man ein größeres Update installiert, um zu schauen, ob in Weblogs und Foren über Update-Probleme oder Komplikationen berichtet werden.
Der ambitionierte Nutzer
Beim ambitionierten Blogger dürfen wir nicht selten von Experimentierfreude und einem hohen Bedarf an Plugins ausgehen. Videos und Audiofiles wollen integriert und Bildergalerien leicht erstellt werden. Alle möglichen Daten für die Webpromotion und die sozialen Netzwerke wollen verknüpft und Suchmaschinenoptimierung betrieben werden.
So kommen schnell eine Menge an Zusatzprogrammen zum Einsatz. Diese erhöhen nicht nur das Sicherheitsrisiko - da Plugins Schadcode enthalten können -, sondern blähen zudem nicht selten die Datenbank auf. Manche Website wird so recht behäbig und ein höherer Versionssprung von WordPress kann zu Problemen führen.
So konnte ein Kunde partout keine Kategorien- und Tagseiten mehr aufrufen, obwohl alle Plugins deaktiviert waren und die neueste WordPress-Version installiert war. Am Ende blieb nur eine saubere Neuinstallation mit Portierung der Inhalte sowie die Neueinrichtung aller noch wichtigen Plugins. Um die achtzig Prozent der Datenbanktabellen waren danach überflüssig geworden!
Um sich als ambitionierter Wordpress-Nutzer vor bösen Überraschungen zu schützen, beachtet man schlicht folgende Regeln:
- Die Sorgfalt fängt bei der Erstellung der Datenbanken an. Mehrere MySQL-Datenbanken sind selbst in kleinen Webhosting-Paketen enthalten. Zur leichteren Sicherung und besseren Trennung sollte jede WordPress-Installation eine eigene Datenbank bekommen. Bei der Erstellung der Datenbank ein sicheres Passwort mit mindestens 12 Stellen verwenden und dafür sorgen, dass man alle relevanten Daten wie Datenbankname, Datenbankuser, Datenbankpasswort sowie den internen Serverpfad und Host parat hat. Braucht man einmal professionelle Hilfe, so helfen diese Daten bei der schnellen Umsetzung. Diese sensiblen Daten lassen sich in Passwortmanagern wie KeePass und Roboform sammeln und verschlüssselt aufbewahren.
- Die gleiche Sorgfalt wie bei der Einrichtung einer Datenbank gelten für das FTP- und das phpMyAdmin-Login: Sichere Passwörter mit mindestens 12 Stellen wählen.
- Während der Installation von WordPress einen unüblichen Benutzernamen und ein kompliziertes Passwort wählen und beides in einer passwortgeschützten Datei aufbewahren. Das gilt auch für weitere Benutzer wie Gastautoren ohne Administrationsrechte.
- Desweiteren zeitnah die kleineren WordPress-Updates installieren und trotzdem grundsätzlich immer zuvor die Datenbank sichern und alle Plugins deaktivieren. Das sind nur ein paar Mausklicks. Eine doppelte Sicherung der Datenbank kann wie folgt nicht schaden: 1. über Wordpress: “Werkzeuge” > “Backup”. 2. mit Hilfe von phpMyAdmin. Dieses Hilfswerkzeug haben die meisten Webhoster zur Verwaltung von MySQL-Datenbanken installiert. Dort gibt es eine Exportfunktion für die Datenbanktabellen (siehe den Link zur Anleitung unten).
- Sorgfalt bei der Plugin-Installation: Nicht sofort das erstbeste installieren. Zuvor nach weiteren Informationen im Netz suchen, Usermeinungen einholen. Plugins vergleichen. Ist dann eine Entscheidung getroffen, darauf achten, das Plugin von der offziellen Wordpress-Plugin-Site zu beziehen.
Ein unterschätztes Problem sind verwaiste Wordpress-Blogs. Man vergisst ein altes Projekt und im Laufe der Zeit wird die Datenbank aufgebläht durch zahlreiche Spam-Kommentare. Eventuell ist die Site auch durch ein Sicherheitsloch gehackt worden und verbreitet Schadsoftware. Um dem zu begegnen, sind auch die alten Projekte auf dem aktuellen Softwarestand zu halten oder in statische Seiten umzuwandeln. Leider gibt es keine Wordpress-Software dafür, die letzteres automatisch machen würden.
Natürlich gibt es auf technischer Seite noch eine Menge Möglichkeiten sein WordPress sicherer zu machen als es ist. Das zeigt Vladimir Simovic in seinem Artikel So sichern Sie die Blog-Maschine ab. Darauf kann man den Webdesigner, der das WordPress schön macht und die Templates anpasst, durchaus festnageln. ;-)
Der Artikel als PDF: Zur Sicherheit: Leitfaden für WordPress-Kunden
Links
- Was ist ein Plugin?
- WordPress in 5 Minuten installieren
- Plugin Directory von WordPress
- WordPress sicherer als vermutet
- Datenbank-Backup mit phpMyAdmin
- KeePass: Kostenfreier Passwortmamager
- RoboForm: Passwortmanager mit Integration im Browser
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125 WordPress-Templates für ein Redesign mit validen Tricks und zahlreichen Grafiken
19.08.2010 um 13:41 Tags: CSS WordPress Webdesign Redesign CMS Views: 3182
Was geschieht, wenn eine Agentur für “Integriertes Kommunikationsdesign” einen Website-Entwurf macht, ich diesen dann webgerecht umsetzen darf, um danach alles auf WordPress zum Laufen zu bringen? Man arbeitet länger als erwartet und darf sich ausgiebig üben in problemlösendes Denken. ;-) Gemeint ist hier das bereits zweite Redesign unseres Kunden Brinkmann_Dewert. Mein erstes Redesign war mittlerweile fast 7 Jahre alt und es bestand das Bedürfnis nach etwas ganz Neuem.
Zuerst habe ich den Layout-Entwurf webkompatibel gemacht. Er brauchte eine dauerhafte Hauptnavigation und einen Footer, die im ursprünglichen Entwurf nicht vorgesehen waren. Zudem galt es, den Entwurf schmaler anzulegen, damit er unter 1024 Pixeln ohne horizontales Scrollen sichtbar sei. Dazu musste ich das Layoutraster durchschauen und die Elemente und Abstände neu berechnen. Eine halbe Seite Additionen von Kästen, Buttons und Abständen standen da als Selbstbriefing geschrieben, bevor ich auch nur eine Klasse CSS schrieb. ;-) .
Die zweite Herausforderung: In den Buttons und Kästen sollte die neue Schrift des Logos erscheinen. So musste ich also einen Großteil der zahlreichen Layoutelemente als Grafiken anlegen. So entstanden fast 200 Grafiken allein für das Layout - die über 40 Fotos, die ich teilweise recherchiert und ausgewählt habe, nicht mitgezählt (die Portraits und Fotos auf der Startseite hat ein echter Profi gemacht). CSS-technisch galt es, diese Grafik-Armada geschickt in den Hintergrund zu verbannen und gleichzeitig möglichst viel Editierbares in WordPress zu belassen. Deutlich macht das die Seite der Mitarbeiter. Dort kann der WP-Admin die in Hover-Bereichen liegenden Daten der Mitarbeiter ändern, ohne ins Template zu müssen, das gleiche gilt für die fachbezogenen Team-Seiten, die übrigens eine nützliche Navigationsidee aus dem Büro Rempen zeigen.
Wie man sich beim Durchklicken der Site wird denken können, gab es einige CSS-Lösungen zu finden, die auch noch vom IE 6 verstanden werden sollten. So sollte sich zum Beispiel die Box mit den Home- und Zurück-Buttons nicht nur unabhängig von den eingepflegten Inhalten der Seite immer schön rechts unten anordnen (gut zu sehen auf der Seite Fachgebiete), sondern auch vertikal und bündig mitwachsen auf Seiten, die längere Texte haben. Das ging nicht ohne valide Tricks und einigen Conditional Comments, aber - wie alles im Layout - ohne Javascript.
Desweiteren war bei der WordPress-Integration darauf zu achten, die weit über 2500 rechtsrelevanten Artikel, die das fleissige Anwaltsteam seit 2003 gepostet hat, mit ins neue Layout zu übernehmen oder andersherum, die Layoutvorlage behutsam und stimmig zu erweitern und unter Aktuelles erreich- und navigierbar zu machen. Webdesigner, die alltäglich mit WordPress zu tun haben, werden sicher eine Ahnung davon bekommen, welche Aufgabe es im Hinblick auf die unterschiedlichen Contentbereiche war, das Search-Template in den Griff zu bekommen. :-)
Ich möchte mich an dieser Stelle herzlichst bei Heinz Klein bedanken, der sich für mich und segert.net stark gemacht hat bei der Vergabe des Auftrags. Zudem hat er mich bei der Arbeit mit zahlreichen Anregungen begleitet und fleissig und erfolgreich den Großteil der Inhalte eingeflegt.
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ExpressionEngine 2.0 Public Beta
03.12.2009 um 20:09 Tags: ExpressionEngine CMS Content Management System Views: 3901
Wie meldete heute das Blog von ExpressionEngine erfreut: ExpressionEngine 2.0 Public Beta, Now Live! Und alle ExpressionEngine-Fans freuen sich mit, denn dieser Versionssprung des genialen Content Management Systems wurde lange und sehnsüchtig erwartet und genauso lange angekündigt. Nun können sich alle Interessierten an einer Public Beta des CMS, die 30 Tage freigeschaltet bleibt, versuchen. Die zahlreichen Neuerungen fasst die folgende Site zusammen: Welcome to the ExpressionEngine 2.0 Public Beta Program!.
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Vorschläge für eine optimierte Tag-Cloud
20.08.2009 um 0:06 Tags: Tag-Cloud Tagging Suchmaschinenoptimierung Views: 5106
Letztens fragte mich ein Kunde nach dem Sinn einer Tag-Cloud, dieser Anhäufung von großen und kleinen Schlagwörtern. Der Sinn besteht darin, Besuchern und Suchmaschinen ein weiteres Angebot der sinnvollen Strukturierung und Erschliessung von Inhalten zu machen. Vor allem im Hinblick auf Google habe ich gute Erfahrungen mit Tag-Clouds gemacht. Manche Schlagwort-Seiten sind im Google-Index weit vorne gelistet und erben nicht selten einen guten Pagerank. Mittlerweile empfehle ich ein individuelles Tagging für inhaltsstarke und um Aktualität bemühte Websites, die nicht als Blog konzipiert sind.
Eine optimierte Tag-Cloud setzt ein paar Gedanken zur “hohen Kunst der Verschlagwortung” voraus. Ziel des Taggings ist eine besucher- und suchmaschinenfreundliche Schlagwortwahl. Der Kern ist eine logische und inhaltlich relevante Auswahl der Stichworte.
Überlegungen zur Semantik und Themenrelevanz der Schlagworte stehen an erster Stelle. Unter welchen Schlagwörtern möchte ich gefunden werden? Biete ich ausreichenden Content unter diesen Schlagwörtern? Über welche Themen und Fachthemen werde ich also häufiger schreiben als zwei- bis dreimal und werde ich sie ausführlich genug behandeln?
Es geht um die Vermeidung von überbordenden Schlagwortwolken. Nicht-explizite Stichwörter fallen durch ihre Beliebigkeit und geringe Relevanz auf. Wenn mein Themenspektrum nur beiläufig und ein einziges Mal das Thema Musik anspricht, verzichte ich darauf, Musik als Schlagwort einzutragen. Das Stichwort Urlaub macht wenig Sinn, wenn ich in einer persönlichen Note auf meinen kommenden Urlaub hinweise. Download als Schlagwort ist so gut wie überflüssig, wenn ich nur ein PDF anbiete. Ich könnte dann auch PDF und Acrobat Reader als Schlagwörter anlegen.
Schlagwörter lassen sich schnell und viele anlegen, man findet immer welche, die passend erscheinen. Da hilft nur eines gegen: Spare Schlagwörter, wo es geht. Ein Beitrag sollte nicht mit mehr als drei bis fünf Begriffen getaggt werden, wenn überhaupt. Auch wenn ich weiter unten über das Aussehen von Schlagwortwolken im Layout schreibe, werde ich diesen Artikel nicht mit dem Begriff Webdesign taggen. ;)
Die Kunst ist es, die Waage zwischen allgemeinen und sehr spezifischen Begriffen zu halten. Bewerbe ich häufig Video-Anleitungen, so kann Video-Anleitung oder Screencast als Hauptschlagwort verwendet werden. Das zweite Schlagwort könnte der Name der Software sein, die in mehreren Videos erklärt wird. Ein drittes Schlagwort wiese auf eine spezielle Software-Thematik hin, die häufiger vorkäme.
Der letzte Absatz deutet es an: Eine Methode zu einer optimierten Tag-Cloud ist der wohlüberlegte Weg vom hohen zum niedrigen Abstraktionsniveau, vom Allgemeinen zum Konkreten. Beispiele: Film – Nouvelle Vague – Truffaut. Oder: Software – Photoshop – Ebenenmasken. Oder auch: Leben – Genuß – Rezepte. Desweiteren: Wissen – Natur – Garten – Kräuter.
Andere Beispiele widersetzen sich dem Weg vom Abstrakten zum Konkreten, wenn die Hauptthemen einer Website konkreter sind als die Unterthemen: Ruhrgebiet – Bochum – Kultur oder iPod Touch – Spiele oder: Bienen – Klimawandel.
Der Einsatz von Doppelungen füttert Suchmaschinen mit Alternativen: Wenn es zwei gleichwertige Begriffe im deutschen und englischen gibt, könnten beide als Schlagwort verwendet werden, falls sie im Sprachgebrauch eine ähnliche Verbreitung haben. Beispiele sind Video-Anleitung und Screencast, Programm und Application. Das gleiche gilt für Abkürzungen, deren Ausschreibung ebenso häufig wie die Abkürzung benutzt wird, z.B. CMS und Content Managment System.
Optimierte Tag-Clouds entstehen nicht von heute auf morgen. Ich lasse ihnen Zeit zum Wachsen. Es kommt vor, dass bestimmte Begriffe einsam vor sich hindümpeln, weil sie meine Themen nicht mehr treffen. Ich stelle dann die Beiträge kurzerhand unter einem passenderen Schlagwort oder unter ein bereits vorhandenes ab. Konzentration und Straffung einer Schlagwortwolke ist schlicht benutzerfreundlicher als ausufernde Beliebigkeit, die mehr Themen vortäuscht, als vorhanden sind.
Beitreiber kommerzieller Websites sollten sich bei der Verschlagwortung gut überlegen, ob und welche Marken- und Produktnamen sie als Schlagwort einsetzen wollen und sich rechtlich beraten lassen.
Tag-Clouds müssen nicht wie Fremdkörper im Layout aussehen. Oftmals bestaune ich in Sidebars einen wüsten Haufen Wörter, der jedes Layout verhässlicht. Damit die Schlagwortwolken zumindest nicht den Zeilenabstand zerschiessen, empfiehlt sich eine massvolle Wahl zwischen der kleinsten und größten Wortgröße. Kleinere Tag-Clouds könnten ohne die nie erreichte Wolkenanmutung als Liste angelegt werden, Wort für Wort untereinander. Ich bevorzuge, wenn es das Layout zuläßt, eine dezent auftretende, zentrierte Tag-Cloud im Footer. Das widerspricht zwar Usability-Tests, die festgestellt haben wollen, dass Tag-Clouds im oberen Bereich der Seite (links bitte ;-) am häufigsten wahrgenommen würden. Ich gehe aber davon aus, dass sie im Alltag häufig ignoriert und übersehen werden, gerade auch wegen des häufigen Auftretens auf zahlreichen Websites. Wer sich aber wirklich für die Schlagwortwolke interessiert, wird sie auch an weniger exponierter Stelle im Layout finden und studieren.
Bleibt zuguterletzt die Frage, mit welchen Schlagwörtern ich diesen Beitrag hier verlinken möchte. Einerseits wäre Tag-Cloud relevant, andererseits weiss ich nicht, ob ich über das Thema noch etwas schreiben werde. Aber ich kann es ja trotzdem vorläufig auf die Probe stellen. Und da das Thema Tag-Cloud im Kern als SEO-Thema durchgeht, wäre Suchmaschinenoptimierung auch keine schlechte Wahl. Meine Wahl nun: Tagging – Suchmaschinenoptimierung – Tag-Cloud. Gut so?
Weiterführende Links:
- Tagging, die andere Indexierung des Internets
- Sven Lennartz: Über das Tagging
- Bildersuche bei bing: tag cloud
- Die Schlagwortwolkensuchmaschine: hulbee
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ExpressionEngine: Argumente für Entscheider
15.07.2009 um 14:22 Tags: CMS ExpressionEngine Content Management System Views: 14901
Der folgende Text spricht Entscheider an, die ein großes oder mehrere Webprojekte mit einem äusserst flexiblen, sehr sicherem und zugleich preisgünstigen Content Management System (in der Folge CMS) verwalten und pflegen wollen. Dazu möchte ich allgemeinverständlich und ohne technisches Kauderwelsch die Vorteile der Software ExpressionEngine auf den Punkt bringen.
- Das wichtigste Merkmal der CMS-Software ExpressionEngine ist ihre ungeschlagene Flexibilität. Sie erlaubt nahezu jede Kombination unterschiedlicher dynamischer Bereiche in einem Webprojekt. Das können Weblogs, News-, Presse- und Kundenbereiche sein, das können Kataloge, Bildergalerien und statische Inhaltsbereiche in verschiedenen Layouts sein.
- ExpressionEngine erlaubt eine einfach zu realisierende Verschachtelung von dynamischen Bereichen einer Website. So könnten auf einer Startseite mehrere unabhängig voneinander zu pflegende Newsbereiche integriert werden, um ein Beispiel zu nennen.
- Höchste Flexibilität bedeutet mit ExpressionEngine zudem, dass Sie eine Vielzahl von Websites und Weblogs mit unterschiedlichsten Anforderungen individuell erstellen, aussehen lassen und verwalten können. Dazu reicht eine Installation von ExpressionEngine aus.
- ExpressionEngine erlaubt mit Hilfe eines kostenpflichtigen Zusatzmoduls die Pflege mehrerer Websites auf unterschiedlichen Top-Level-Domains. Für diese Multi-Domain-Verwaltung reicht eine Installation von ExpressionEngine aus.
- Die konsequente Trennung von Templates und PHP verringert die Abhängigkeit von externen Dienstleistern. Mit einer verständlichen Dokumentation des indivudell konfigurierten und ausgebauten Systems können auch Nichtprogrammierer den Aufbau durchschauen und das CMS ausbauen, verändern, gestalten. So bleibt Ihr Projekt unabhängig von Insiderwissen, bleibt kostentechnisch kalkuliertbar und spart letztendlich teure Stunden spezialisierter Programmierer.
- ExpressionEngine sieht die Einstellung von zahlreichen Sicherheitsoptionen vor, auch für den Serverbetrieb und bei Überlast des Servers. So läßt sich für stark besuchte Seiten das Caching einstellen, um die Datenbanklast zu minimieren. Der Spamschutz ist durchdacht, genauso die Optionen zur Passwortverwaltung.
- ExpressionEngine baut keine Hürden für barrierefreie Websites auf. Somit können Websites ohne Hindernisse nach den Vorgaben der Webstandards erstellt werden.
- ExpressionEngine bietet mit Bordmitteln alle Möglichkeiten, um jede einzelne Seite und jeden dynamischen Bereich (News, Weblog, Katalog etc.) von Anfang an und individualisiert für Suchmaschinen zu optimieren.
- ExpressionEngine bietet eine ausgereifte Benutzerverwaltung. So können Sie Ihre Kunden mit personalisierten Logins und differenziert gewichteten Inhalten versorgen und Communities mit differenzierten Rechten und mit Zugriff auf ausgewählte Inhalte gründen.
- ExpressionEngine bietet ein einfaches Newsletter-Tool. Damit können mehrere Email-Verteiler angelegt und verwaltet werden. Die Anmeldung erfolgt via Email-Adresse im Double-Opt-In-Verfahren. Die Abmeldung funktioniert umkompliziert via Link in jedem Newsletter. HTML-Newsletter sind möglich.
- Ein weiteres Modul von ExpressionEngine heißt “Bilder-Galerie”. Das ist so flexibel einsatz- und gestaltbar wie das CMS selbst und kann z.B. für Produktkataloge eingesetzt werden. Eine genauere Beschreibung der Features finden Sie in unserem Text Das Modul Bilder-Galerie in ExpressionEngine. - Anmerkung: Leider nicht ab Version 2x enthalten.
- ExpressionEngine ist eine ausgereifte Software und entsprechend sehr wartungsarm. Updates kommen selten, Patches, die Sicherheitslücken schliessen, sind auch sehr selten.
- Es gibt zahlreiche kostenfreie Erweiterungen (PlugIns) für ExpressionEngine. Für das “Füttern” von Google bietet sich z.B. eine Stichwortverwaltung (“Tagcloud”) an, die inhaltsähnliche Seiten über 2 Klicks auffindbar machen.
- ExpressionEngine überzeugt trotz der zahlreichen Funktionalitäten durch bescheidene Ansprüche an Serverressourcen, siehe: Server Requirements.
- Als registrierter Benutzer einer Lizenz bekommt man schnellen und kompetenten Support auf Englisch und via Email. Eine lebendige weltweite Community sorgt für zusätzlichen Input und zahlreiche kostenfreie Lösungen, Hinweise und Tipps.
Für die kostenpflichtigen Vollversionen von ExpressioEngine gibt es 2 Lizenzen. Die Lizenz für nicht-kommerzielle Sites kostet 149,95 Dollar, die Lizenz für kommerzielle Projekte beträgt 299,95 Dollar. Die Lizenzen sind zeitlich unbegrenzt gültig und berechtigen zudem ein Jahr lang zu kostenfreien Updates. Eine Verlängerung der Update-Option kosten 49 Dollar im Jahr. Ein Vergleich der Lizenzen zeigt die Seite Pricing. Weiterführende Links:
- Die umfangreiche Feature-Liste von ExpressionEngine
- CMS - modular und flexibel von Carola Heine
- Websites, die auf ExpressionEngine basieren: Showcase
- Beispiel für eine integrierte Bildergalerie
- Relaunch, Teil 3 - ExpressionEngine von Dirk Jesse
- ExpressionEngine Developer’s Toolbox im Smashing Magazine
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Das Modul Bilder-Galerie in ExpressionEngine
20.06.2009 um 19:07 Tags: CMS ExpressionEngine Content Management System Views: 6141
In den lizenzpflichtigen Versionen von ExpressionEngine ist ein Modul namens “Bilder-Galerie” enthalten. Das kann als vollwertiges Photoblog oder für Bilderarchive jeder Art eingesetzt werden. Ich habe es als Unterprojekt für unser ServiceBlog im Einsatz, um ausgewählte Serien von S/W-Fotos zu zeigen.
Menschen mit vielen Fotos werden sich über die Stapelverarbeitung freuen. Man lege seine Bilder nummeriert in ein - in den Einstellungen angegebenen - Verzeichnis. Zuvor bestimmt man Breite und Höhe der zu generierenden Thumbnails und bei Bedarf auch die Maße für mittelgroße Bilder. Danach startet man im Bereich “Stapel-Einträge” die Verarbeitung. Dabei wird jedes Bild in der Reihenfolge der Nummerierung (im Dateinamen einfach 01, 02 usw. eingeben) angezeigt, um den Titel anzupassen, eine Bildlegende zu formulieren oder zuvor selbstdefinierte Felder auszufüllen. So lassen sich in sehr kurzer Zeit komfortabel zahlreiche Fotoserien veröffentlichen.
Für unbedarfte User, die ihre Fotos direkt von der Digitalkamera auf den Server laden – Serverspace gibt es ja heutzutage nicht zu knapp, bietet das Modul “Bilder-Galerie” eine Bildbearbeitung namens “Toolbox”. Damit können große Fotos kleiner skaliert und sogar unter verschiedenen Seitenverhältnissen beschnitten werden. Auch Drehen lassen sich die Bilder nachträglich, falls welche auf dem Kopf stünden. ;) Zuguterletzt gibt man den Grad der Komprimierung an, um die Dateigröße zu variieren und schickt das Bild durch die Toolbox. Sie arbeitet, ohne zu murren. Es können wahlweise bereits veröffentlichte Bilder und die, die im Verzeichnis für die Stapelverabreitung liegen, bearbeitet werden.

Das mächtige Modul erlaubt indessen nicht nur die Verwaltung von zahlreichen Serien innerhalb einer Bildergalerie (Serien werden über Kategorien angelegt und verwaltet), die mit Hilfe der Templateverwaltung frei gestaltet werden kann. Es können auch mehrere Bildergalerien erstellt werden, so als würde man mehrere Weblogs betreiben. Das hat den Vorteil, dass man die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten für neue Galerien individuell anpassen kann. Sei es, um eine andere URL zu benutzen und kleinere Vorschaubilder zu definieren, sei es, um zusätzliche Felder zu bestimmen (z.B. für Tags oder SEO-Anforderungen) oder um ein komplett anderes Layout einzusetzen.
Für Fotoblogger ist zudem die Kommentarfunktion interessant, die auch abgestellt und mit Spamschutz via Captcha eingesetzt werden kann. Auch navigationstechnisch läßt das Modul kaum Wünsche offen. Die Fotoserien können auf einer Startseite mit Kurzbeschreibung und Anzahl der Bilder und Besucher gelistet werden. Für die Startseiten der Serien können die Anzahl der Reihen und Spalten für die Thumbnails frei gewählt werden. Zudem werden auf Wunsch die Thumbnails einer großen Bilderserie auf mehrere Seiten verteilt. In der Großansicht ist die Navigation von Bild zu Bild durch Vor- und Zurück-Links oder durch einen Klick auf das Bild möglich. Für eine verschacheltete Anordnung von Serien mit Unterserien steht eine Brotkrumennavigation zur Verfügung, auch können die Serien über ein Drop Down Menü direkt aufgerufen werden.
Fazit: Ein klasse Modul ganz im Stil der hohen Flexiblilität, die ExpressionEngine auszeichnet. Als ambitionierter Privatblogger mit Fotobergen, die sehnsüchtig auf die Präsentation in einer Webgalerie warten ;), lohnt sich eine Investition von 99 Dollar für die Lizenz “Personal” durchaus. Für Firmen wäre die “Bilder-Galerie” eine ernstzunehmende Option für den Aufbau eines Katalogs innerhalb eines hochflexiblen Content Management Systems.
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CMS Made Simple im Schnelldurchgang
12.05.2009 um 13:38 Tags: CMS Made Simple CMS Content Management System Views: 8574
Wie ich kürzlich berichtete, habe ich mich für ein Redesign auf einen autodidaktischen Crashkurs für das Content Management System CMS Made Simple eingelassen. Über meine Erfahrungen mit dieser Open Source Software berichte ich folgend.
Anfänglich fand ich keinen Weg, meinen CSS-Code (ohne Hacks) für die Navigation zu integrieren. Nach nervenaufreibenden Versuchen beschloß ich, mich Schritt für Schritt in eines der integrierten Menülayouts einzuarbeiten und die Strukturierung des CSS zu durchblicken. Als diese Hürde überwunden war, ging die weitere Layoutanpassung schnell voran. Ein integrierter MenüManager hilft dabei, die im CMS enthaltenen Navigationen als valide Templates zu verwalten und individuell anzupassen. Viele Anforderungen an Navigationen für kleine bis umfangreiche Websites lassen sich damit abdecken. Aber Vorsicht, in diesen Templates herrscht SMARTY und die CSS-Anweisungen sind darin eine unscheinbare Minderheit. ;-)
Schnell habe ich beim weiteren Ausprobieren komfortable Dinge entdeckt: Nutze Globale Inhaltsblöcke! Erstelle im Editor einen HTML-Footer mit Inhalt und speichere ihn als “globalen Inhaltsblock” ab. Lösche dann den Footer in Deinem Template und setze stattdessen einen Tag wie {global_content name=’footer’}.
Solche CMSms-Tags lassen sich als Platzhalter für viele Seitenelemente einsetzen: Für die Metatags, die Navigation, Stylesheets, Brotkrumennavi, für den Link zu einer druckfreundlichen Seite (die via CSS individuell angepasst werden kann) und viele mehr. Diese Tags muss man sich nicht im Netz zusammensuchen. Sie sind innerhalb des CMS aufgelistet und mit ihren Optionen erklärt. Wer ahnt, was möglich ist, wenn man das Prinzip „Tag“ ausreizt? ;-)

Wer mehrere Layouts innerhalb einer Installation verwalten will, wird sich sicher über den integrierten ThemeManager freuen. Erstelle via Copy and Paste ein neues Template, weise dem Template ein zuvor erstelltes Stylesheet zu und exportiere danach das Layout mit Hilfe des ThemeManagers, um es in eine andere mit CMSms verwaltete Site zu importieren. Das zeigt eindrucksvoll, dass ein aktueller Reizbegriff wie „Manager“ durchaus positive Assoziationen wecken kann. ;-)

Erfreulich – sowohl für den Webdesigner wie auch für den Kunden – ist der leistungsstarke Editor namens TinyMCE, der im WYSIWYG-Modus zur Höchstform aufläuft, das heißt zuverlässig arbeitet. Mit ein paar Klicks kann sich der Kunde auch unterschiedliche Layouts für Unterseiten anlegen, wie die Seite Termine recht gut zeigt. Pfiffig ist auch, dass die internen Links aus einem Drop Down Menu gewählt werden können. Auch zahlreiche Sonderzeichen lassen sich via Klick einfügen. Beschränkt der Admin die Rechte des Nutzers auf den – frei konfigurierbaren – Editormodus, liegt der intuitiven Aneignung der Website-Pflege kaum ein Stein im Weg.

Ob ich den Editor für die Inhalte einsetze oder als Gestalter das CSS und (X)HTML bearbeite, beide Arbeiten haben eine Kleinigkeit gemeinsam: Beim „Zwischenspeichern“ von Templates oder Inhalten bleibt der Editor dort, wo zuletzt die Schreibmarke stand. Nervtötendes Scrollen – vor allen, wenn die Seiten lang sind – fällt also weg.
Ein Bug des Editors trübt die Freude beträchtlich. Das wird beim Einfügen von Bildern aus der “Bildverwaltung” deutlich: Es fehlt oft das Icon für “Durchsuchen”, so dass der Pfad für ein Bild per Hand eingetragen werden muss (wer hat solche Pfade im Kopf?). Mit etwas Vorbereitung und Copy and Paste ginge das „Bild einfügen“ auch, würde aber für weniger ambitionierte Anwender ein großes Hindernis sein. Vielleicht gibt es aber in der vor kurzem erschienenen Version 1.5.4 (das ich noch nicht installiert habe) eine Bereinigung des Fehlers.
Noch ein Wort zum WYSIWYG-Editor TinyMCE: Der Admin kann ihn für seine Schützlinge konfigurieren. So läßt sich z.B. eine Werkzeugleiste freischalten, die das Einbinden von Tabellen für den Content erlaubt.
Website-Pflegende, die häufig neue Seiten anlegen, werden sich freuen, wenn Ihnen der Admin sinnvolle “Seitenvorgaben” eingestellt hat, die in jeder neuen Seite standardmässig ausgegeben werden. Das können Metatags und Layoutelemente oder diverse Optionen sein, so z.B. ob die Seite in den seiteninternen Suchergebnissen (yep, eine leicht zu aktivierende Suche gibt es auch) erscheinen oder im Menü angezeigt werden darf.

Wird eine neue Seite erstellt, läßt sie sich individuell und suchmaschinenfreundlich einrichten. Trage „Seitenspezifische Meta-Daten“ ein, bestimme ein „Titel-Attribut“ und lege eine Ziffer für den „Tab-Index“ fest, bestimme den Eigentümer der Seite und überlege Dir einen passenden “Seiten-Alias” für suchmaschinenfreundliche, sprechende URLs. Ich habe längst nicht alle Einstellungen ausprobiert. Hier gilt: Nicht kleckern, experimentieren!
Ich habe das oben vorgestellte Redesign im Großen und Ganzen local erstellt und war gespannt, ob die Übertragung auf den Server der Kundin so problemlos funktionieren würde, wie es der Support beschreibt. Und in der Tat, wer sich an die Vorgehensweise hält, die Serverpfade etc. kennt und ein wenig mit PHPMyAdmin zurechtkommt, wird mit der Übertragung keine Probleme haben.
Zuguterletzt war ich gespannt, ob CMS Made Simple auch valides (X)HTML und CSS ausgeben würde. Nach einigen seltsamen Fehlern, die der Editor TinyMCE erzeugt hat (wahrscheinlich durch das Copy and Paste beim Inhalte einpflegen) gaben die Validatoren grünes Licht. ;-)
Fazit: CMS Made Simple eignet sich sehr gut für kleine bis mittelgroße Websites, die unabhängig von einem Webdesigner gepflegt und über mehrere Menüebenen erweitert werden können. Die Lernkurve für den Kunden ist recht niedrig, so dass aufwendige Schulungen wegfallen. Ein paar Lernvideos oder Support via Telefon würden reichen, wenn sich der Anwender nicht wie ein mittelprächtiger DAU anstellt. Ambitionierte Anwender wären in der Lage, auch unterschiedliche Layouts für verschiedene Inhalte einzupflegen. Zudem gibt es auch einen deutschsprachigen Supportbereich und das Forum der Community. Fragende sind dort sicher willkommen und Helfende erst recht.
